Wiederverheiratet mit dem Milliardär: Die Reue des Ex-Mannes

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Kapitel 7: Einen wilden Mann nach Hause bringen

Damian warf die Fetzen in seiner Hand fort, drehte sich um und packte ihr Kinn, um sie zu zwingen, ihn anzusehen.

Seine Stimme war kalt und grausam. „Lass mich eines klarstellen, Evelyn. Wer glaubst du eigentlich, wer du bist? Victoria Hayes’ Musterschülerin? Hör auf zu träumen. Das war vor acht Jahren. Jetzt bist du nur noch eine Hausfrau, die von der Gesellschaft ausgespuckt wurde. Ohne mich bist du nichts.“

„Dein Wert besteht darin, meine Frau zu sein, meine Kinder zu gebären und dich um dieses Haus zu kümmern, nicht darin, diesen unrealistischen Fantasien nachzujagen.“

Er kam näher, und sein Atem traf ihr Gesicht, begleitet von einem Übelkeit erregenden Geruch nach Alkohol.

„Gib auf. Vergiss deine Träume, Designerin zu werden. Niemand da draußen wird dich wollen, niemand wird dich respektieren. Dein ganzes Leben lang kannst du nur an meiner Seite bleiben. Du solltest dankbar sein, dass ich dich überhaupt noch will.“

Jedes Wort war wie ein vergiftetes Messer, das präzise auf ihre verwundbarsten Stellen zielte.

Er wollte, dass sie jetzt vollkommen begriff: Ohne ihn war sie wertlos.

Evelyn ging langsam in die Hocke und streckte eine zitternde Hand aus, um die Fragmente vom Boden aufzulesen.

Doch diese zerrissenen Linien ließen sich nie wieder zu ihrer ursprünglichen Form zusammenfügen.

Die ganze Nacht über verharrte Evelyn in dieser kauernden Haltung auf dem Boden, wie eine seelenlose Marionette.

Das zerschredderte Papier auf dem Wohnzimmerboden erinnerte sie an die Demütigung und Verzweiflung der vergangenen Nacht.

Damian hatte längst die Tür zugeschlagen und war gegangen, nichts als Ruinen hinterlassend. Das Haus war so riesig, dass sie nichts hören konnte außer dem hohlen Klang ihres eigenen Herzschlags.

Am nächsten Morgen riss sie das plötzliche Klingeln an der Tür aus ihrer Betäubung.

Evelyn stand steif auf; ihre Beine pochten vor Schmerz, weil sie so lange zusammengekauert dagesessen hatte.

Sie lehnte sich gegen die Wand, schlurfte langsam zur Tür und spähte durch den Spion.

Es war Ethan.

Er hielt einen Strauß weißer Lisianthus im Arm und in der anderen Hand einen feinen hölzernen Künstlerkoffer. Sein Gesicht zeigte unverhohlene Sorge.

Evelyn öffnete die Tür.

„Evelyn, du siehst furchtbar aus“, sagte Ethan, und seine Stimme war sanft wie ein warmer Strom. „Ich bin vorbeigekommen, um nach dir zu sehen, und ganz nebenbei dachte ich, du könntest das hier vielleicht brauchen.“

Er reichte ihr die Blumen und den Malkoffer.

Die Blumen waren frisch, schlicht und elegant, genau die Art, die sie liebte.

Als sie den Koffer öffnete, kam ein komplettes Set professioneller Zeichenutensilien zum Vorschein, von Bleistiften unterschiedlicher Härtegrade bis hin zu feinem Zeichenpapier, alles ordentlich arrangiert.

Diese Dinge waren einst die vertrautesten Gegenstände in ihrem Leben gewesen.

Evelyns Fingerspitzen strichen leicht über die glatte Kante des Holzkoffers. Ihr Hals fühlte sich wie zugeschnürt an, und sie brachte kein einziges Wort heraus.

„Evelyn, mach dir keine Sorgen“, sagte Ethan, der ihre Zerbrechlichkeit sah. „Professor Hayes ist zwar temperamentvoll, aber sie schätzt dich wirklich. Du schaffst das.“

Gerade als dieser Hauch von Wärme ihr eisiges Herz zum Schmelzen bringen wollte, durchschnitt das Kreischen von Bremsen die Stille des Anwesens.

Ein schwarzer Bentley raste mit aggressiver, wilder Arroganz in den Hof.

Die Autotür wurde aufgerissen, und Damians hochgewachsene Gestalt stieg aus. Er schien wegen einer vergessenen Akte zurückgekehrt zu sein, sein Gesicht noch immer gezeichnet von der Müdigkeit und Ungeduld eines Katers.

Als er Ethan an der Tür sah, dazu die auffälligen weißen Blumen und den brandneuen Künstlerkoffer in Evelyns Händen, schlug die Ungeduld in seinem Gesicht augenblicklich in finstere Wut um.

„Was treibt ihr zwei da?“ Damians Stimme wurde zwischen zusammengepressten Zähnen hervorgepresst. Jeder Schritt, den er machte, war von einer donnernden Wucht erfüllt.

Er stürmte herbei, riss Evelyn den Malkoffer aus den Armen und schmetterte ihn, ohne hinzusehen, mit aller Kraft auf den Boden.

Krach!

Der feine Holzkoffer zersplitterte, die brandneuen Stifte zerbrachen in mehrere Teile und die Farbtuben platzten auf, verspritzten bunte Paste in alle Richtungen wie eine Lache aus vergossenem Blut.

Er griff auch nach den weißen Lisianthus und schleuderte sie gewaltsam zu Boden, wobei er die zarten Blütenblätter mit seinen teuren Lederschuhen in den Dreck trat.

„Verdammt noch mal! Ich habe dich erst gestern gewarnt, und heute wagst du es, einen anderen Mann mit nach Hause zu bringen?!“

Damians Augen waren blutunterlaufen. Er packte Ethan am Kragen und knallte ihn brutal gegen die Wand. „Du wagst es, meine Frau anzufassen? Ich sorge dafür, dass du in New York kein Bein mehr auf den Boden bekommst, glaub mir.“

Ethan stöhnte durch den Aufprall auf, zeigte aber keine Angst, sondern sah Damian nur kühl an. „Herr Green, bitte zeigen Sie etwas Respekt. Ich bin Evelyns Arzt und ihr Freund.“

„Freund?“

Damian tat so, als hätte er den besten Witz des Jahrhunderts gehört. Er verstärkte seinen Griff. „Blumen schicken? Malutensilien schicken? Hältst du mich für einen Narren? Muss ein Arzt sich so rührend um eine Patientin kümmern? Ich glaube, du bist lebensmüde.“

„Damian, lass ihn los!“ Evelyns Stimme war schrill und zitterte.

Sie stürzte vor und versuchte, Damians Hand wegzuziehen, doch er stieß sie grob zur Seite. Sie stolperte und prallte gegen den nahen Türrahmen.

Als sie sah, dass Damian wirklich zuschlagen wollte, wurde Evelyns Herz von einer unsichtbaren Hand umklammert.

Sie durfte Ethan da nicht mit hineinziehen.

„Ich war es!“, schrie sie. „Ich habe ihn angefleht zu kommen! Ich habe ihn gebeten, diese Dinge für mich zu kaufen. Es hat nichts mit Ethan zu tun.“

Damian hielt in seiner Bewegung inne.

Langsam drehte er den Kopf, seine blutunterlaufenen Augen fixierten Evelyn. Sein Blick, voller Misstrauen und prüfender Schärfe, schabte wie Messer über ihre Haut.

„Du hast ihn angefleht?“

Er lachte kalt auf, ließ Ethans Kragen los und glättete lässig seine leicht zerknitterte Manschette.

„Evelyn, du bist ganz schön dreist geworden. Wenn du etwas brauchst, sagst du es nicht mir, bittest nicht das Dienstmädchen, es zu kaufen, sondern musst einen fremden Mann anbetteln?“

Seine Worte waren zutiefst beleidigend, aber Evelyn konnte nur die Zähne zusammenbeißen und es ertragen.

„Ich wollte dich nicht stören“, senkte sie den Blick, ihre Stimme leise wie das Summen einer Mücke.

Damian starrte sie einige Sekunden lang an, dann warf er einen Blick auf den bleichen Ethan neben ihnen.

Er schien die Erklärung vorerst zu akzeptieren. Schließlich war Evelyn in seinen Augen ein Stück Dreck; sie besaß keine andere Fähigkeit, als von ihm abhängig zu sein, geschweige denn, einen anderen Mann zu verführen.

„Raus.“ Damian spuckte Ethan das einzelne Wort entgegen, die Drohung in seinem Tonfall unmissverständlich. „Halt dich ab jetzt von ihr fern. Wenn ich dich jemals wieder hier in der Nähe sehe, hacke ich dich in Stücke und verfüttere dich an die Hunde.“

Ethan warf Evelyn einen tiefen Blick zu, seine Augen voller Sorge und Hilflosigkeit.

Er öffnete den Mund, sagte aber letztlich nichts und wandte sich ab, um diesen erstickenden Ort zu verlassen.

Die Haustür knallte ins Schloss.

Die Welt wurde wieder still.

Damian sah auf sie herab, als würde er einen ungehorsamen Gegenstand begutachten.

„Es scheint, als wäre die Lektion, die ich dir gestern erteilt habe, nicht genug gewesen. Du solltest dir eines ganz genau merken: Du bist meine Frau, Damian Greens Frau, ein Leben lang. Hör auf, dir unangemessene Gedanken zu machen.“

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