Kapitel 5 Kapitel Fünf
Julian ließ sie nicht los, nicht einmal, als das Letzte seines Höhepunkts in ihr nachzuckte und ihr Körper unter ihm still wurde. Sein Knoten hielt sie fest, sein Gewicht drückte sie ins Gras. Sie schluchzte leise, das Gesicht in die Erde gepresst, zuckend unter den Nachbeben, die sie zugleich gesättigt und hohl zurückließen.
Als der Knoten endlich nachgab, bewegte er sich und hob sie hoch, als wöge sie nichts. Ihre Beine hingen schlaff um seine Hüften, ihr Körper zitterte noch, doch sein Griff war fest – besitzergreifend. Er trug sie ins Haus, die Hintertür schlug gegen die Wand, als sie aufflog.
Kaelani regte sich, drückte schwach gegen seine Brust. „Hör auf … bitte …“
Doch sein Wolf war unerbittlich. Er setzte sie auf den Küchentisch, ihr nasses Haar fächerte sich über das Holz, und noch bevor sie Luft holen konnte, drang er wieder in sie ein. Ihr Schrei hallte von den Wänden wider, und ebenso sein Knurren, tief und hungrig, als er sich tief, hart, erbarmungslos in sie stieß.
Der Tisch bebte unter ihnen. Tassen klirrten zu Boden. Sie klammerte sich an ihn, die Nägel gruben sich in seine Schultern, hin- und hergerissen zwischen Gegenwehr und Festhalten, als das Feuer in ihr wieder hochstieg.
Er hörte nicht auf. Er konnte nicht.
Als er sie ein zweites Mal knotete, brach ihr Schrei in ein Schluchzen, dann in ein Stöhnen, das sie nicht hinunterschlucken konnte. Der Knoten dehnte sie bis zur Unmöglichkeit, füllte sie aus, verriegelte sie an ihm, bis es kein Entkommen mehr gab.
Stunden verschwammen. Arbeitsplatte. Boden. Gegen die Wand. Immer wieder nahm er sie, blind vor Brunst, ihr Körper nachgiebig, während jeder Laut aus ihr herausbrach, trotz jedes Versuchs, ihn zurückzuhalten. Bitten, Stöhnen, keuchende Atemzüge – keiner davon formte seinen Namen. Sie kannte ihn nicht. Nicht wirklich. Alles, was sie kannte, war das Brennen, das überwältigende Verlangen, und die Art, wie sein Körper es jedes Mal erstickte, wenn er sich in sie zwang.
Jedes Mal, wenn sein Knoten anschwoll und sie an ihn band, ritzte sein Wolf dasselbe Wort in seinen Geist:
Mein.
Irgendwann verwischte die Raserei zu Erschöpfung. Julian trug sie ins Schlafzimmer, sein Körper schwer über ihrem, sein Schwanz noch immer tief in ihr vergraben. Sie wimmerte, als er sie auf die Matratze sinken ließ, der Knoten hielt sie zusammen, selbst als ihre Lider zuflatterten und sich schlossen. Das Feuer wurde nur deshalb stumpfer, weil er in ihr blieb, sie voll ausdehnte, den Schmerz fernhielt.
Der Schlaf kam in Splittern. Ihr Körper zuckte unter Nachbeben, ihre Schenkel bebten um ihn. Sein Körper lag über ihrem – schwer, beschützend, besitzergreifend. Seine Lippen strichen über das Mal, das er in ihre Haut gebissen hatte, als gehöre es ihm. Als gehörte sie ihm.
Plötzlich wachte Kaelani in Leere auf.
Ihre Augen rissen auf, Panik krallte sich in ihre Brust, als das Brennen in seiner Abwesenheit schärfer zurückkehrte, bösartig. Ihr Körper krampfte, verzweifelt nach dem, was das Feuer in Schach gehalten hatte. „Nein“, keuchte sie und klammerte sich an die Laken.
Die Tür knarrte.
Julian trat wieder ins Zimmer, die Brust schweißglänzend, eine Flasche Wasser in der Hand. Er kippte sie zurück und leerte sie in Sekunden, zerdrückte dann eine zweite, bevor er mit langen Schritten auf sie zuging.
Ihre Lippen öffneten sich, ein Flehen formte sich, doch er drückte ihr eine Flasche an den Mund. „Trink“, befahl er mit heiserer Stimme.
Sie gehorchte, ohne nachzudenken, legte den Kopf in den Nacken. Das Wasser glitt kühl ihre Kehle hinab, und erst da begriff sie, wie ausgedörrt sie war. Als er die leere Flasche absetzte, brannte ihre Haut bereits wieder, und ihre Hüften rieben unruhig über die Laken.
Julian blickte dunkler. Sein Schwanz schwoll an, bereits hart und bereit, drückte gegen ihren Oberschenkel, als er aufs Bett kroch.
Noch bevor sie Luft holen konnte, stieß er wieder in sie, raubte ihr den Atem, als das Feuer erneut verschlungen wurde. Sein Rhythmus war brutal, fordernd, doch als er sie herumdrehte und sie auf sich zog, sodass sie ihn rittlings nahm, schockierte sie der Wechsel.
Kaelani erbebte, die Schenkel um seine Hüften gespreizt, sein Schwanz bis zum Anschlag in ihr. Er packte ihre Taille und zwang sie, ihn zu reiten, jeder Stoß trieb ihn tiefer. Die Lust war unerträglich, spannte sich eng zusammen, riss scharf, als sie um ihn herum kam und nach vorn auf seine Brust zusammenbrach.
Julian stöhnte unter ihr, seine Hüften zuckten, sein Knoten schwoll unmöglich dick an, bis sie an ihm festsaß, hilflos, genau dort, wo er sie haben wollte.
An ihn festgenagelt. Festgesteckt.
Seins.
Kaelani regte sich im Halbschlaf, weil sie das Gewicht von ihm spürte, noch immer in ihr. Ihr Körper tat überall weh. Selbst in der Bewegungslosigkeit zitterte es schwach in ihren Schenkeln nach, während die dicke Schwellung seines Knotens tief in ihr verriegelt saß und sie durch die Nacht hindurch an ihn band. Sie versuchte, sich zu verlagern, doch die Bewegung entlockte der Brust, die sich gegen ihren Rücken presste, nur ein scharfes Knurren.
Erst nach einer Weile gab der Knoten gerade so weit nach, dass er aus ihr glitt; seine glitschige Wärme lief ihr an den Schenkeln hinab und hinterließ eine schmerzende Leere. Kaum hatte sich diese Leere überhaupt setzen können, packten seine Hände fester ihre Hüften, und er stieß wieder in sie hinein, vergrub sich in einem einzigen, strafenden Stoß.
Kaelani schrie auf, ihre Hände krallten sich in die Laken. „Warte, ich—“
Seine Antwort war ein weiterer wilder Stoß, der sie nach vorn gegen die Matratze riss. Seine Stöhner vibrierten ihr durch die Wirbelsäule, rau und verzweifelt, mehr Tier als Mann. Er fragte nicht. Er wurde nicht langsamer. Er nahm einfach.
Ihr Körper verriet sie wieder, zog sich trotz der Wundheit um ihn zusammen, gierig nach der Fülle, die das Brennen dämpfte. Jeder Stoß mahlte den Schmerz tiefer, fütterte den Hunger, den sie hasste, bis ihr Protest in einem gebrochenen Schrei aus zu intensiver Lust zerfloss.
Julians Atem schabte an ihrem Ohr, sein Rhythmus brutal, urtümlich. Sein Schwanz schwoll erneut an, hielt sie fest, presste sie an ihn, bis es kein Entkommen gab. Sie schluchzte ins Kissen, zitternd, während Ekstase und Schmerz sich ineinander verhedderten, bis sie den Unterschied nicht mehr kannte.
„Mein“, knurrte er ihr in den Hals, und der Biss pochte noch immer dort, wo seine Fangzähne sie beansprucht hatten.
Stunden verschwammen zu Dunkelheit und wieder zurück, die Welt schrumpfte auf die Hitze seines Körpers, der in ihren hämmerte, auf sein Gewicht, das sie niederhielt, auf den Knoten, der sie dehnte, bis sie ohne ihn kaum atmen konnte. Kaelani verlor den Überblick, wie oft er sie nahm—wie oft ihr Körper zerbrach, nur um, bevor sie sich erholen konnte, wieder in die Gier gezogen zu werden.
Irgendwann zog er sich zurück, die Brust hob und senkte sich heftig, Schweiß tropfte ihm von den Schläfen. Er taumelte zum Nachttisch, griff nach einer Wasserflasche und setzte sie ihr an die Lippen.
„Trink“, presste er hervor, die Stimme rau wie Schmirgel.
Ihre Lippen öffneten sich instinktiv, die kühle Flüssigkeit glitt ihr die Kehle hinunter. Sie trank gierig, ohne zu merken, wie trocken ihr Mund gewesen war, wie ausgedörrt sich ihr Körper angefühlt hatte, bis die Flasche leer war.
Noch bevor sie sie senken konnte, kroch Julian wieder über sie, sein Schwanz bereits geschwollen und zornig gegen ihrem Schoß. Die Forderung in seinen Augen war klar, unumstößlich. Er stieß die leere Flasche beiseite und drang wieder in sie ein, hart und tief, riss ihr einen Schrei von den Lippen.
Kaelanis Nägel gruben sich in seine Schultern, ihre Beine schlangen sich fest um ihn. Das Feuer tobte in ihr, doch zum ersten Mal brannte ein Drang schärfer als das Bedürfnis nach Erlösung. Ihr Blick verhakte sich an der dicken Sehne seines Halses, an der Stelle, wo ein Zeichen eines Gefährten sitzen sollte. Ohne nachzudenken, beugte sie sich vor und biss hart zu.
Ihre Zähne gruben sich in seine Haut, aber nichts geschah. Kein Funke. Keine Bindung. Nur der Geschmack von Schweiß und Salz.
Frustration schnitt wie ein Messer durch sie. Sie wollte es—brauchte es—, aber sie konnte kein Mal hinterlassen. Sie konnte ihn nicht zurück beanspruchen.
Julian fauchte, trunken vom Rausch des Paarens, stieß sich tiefer in sie, als würde er sie für ihren misslungenen Versuch bestrafen. Seine Fangzähne bohrten sich erneut in ihren Hals, rissen die Wunde wieder auf, der Blutgeruch scharf in der Luft.
„Mein“, knurrte er, brutal und endgültig.
Der letzte Knoten schwoll in ihr an, dicker, tiefer, füllte sie so sehr, dass sie schrie. Ihr Körper verkrampfte, Lust und Schmerz explodierten zugleich und rissen sie hinab, bis sie nichts mehr war als zitternde Glieder und zerbrochener Atem.
Julian stöhnte, seine Hüften bäumten sich, und er füllte sie ein letztes Mal. Sein Gewicht brach über ihr zusammen, sein Schwanz in ihr verriegelt, der Knoten verschweißte sie so fest miteinander, dass sie sich nicht hätte rühren können, selbst wenn sie es versucht hätte.
Sie sanken ineinander verschlungen in Schweiß und Blut und Hitze zusammen, ihr Körper zugerichtet, sein Wolf endlich zufrieden.
Und zum ersten Mal seit drei Tagen folgte Stille.
