Alora: Meine menschliche Hybrid-Luna

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KAPITEL 2: Gefangen in seinem Blick

Perspektive von Alora

„Sie hat es gesehen“, sagte einer der Wachen und blickte in die Richtung des warmen Körpers, an den ich vorhin gestoßen war.

Der Hüne trat vor. „Ergreift sie und sperrt sie ein. Der Alpha wird über ihre Strafe entscheiden.“

Ich hatte kaum Zeit zu reagieren, bevor ich zu Boden gestoßen wurde und ein schwerer Stiefel sich auf meinen Rücken presste.

„Wer hat dich geschickt?“, knurrte eine tiefe Stimme über mir.

„Niemand! Ich … ich bin von allein gekommen, bitte lassen Sie mich einfach gehen, und ich verspreche, niemand wird davon erfahren“, flehte ich, während sich Tränen in meinen Augen bildeten.

Eine drückende Stille folgte. Dann ein leises Lachen. „Bringt sie in die Zellen. Mal sehen, was sie weiß“, hallte die tiefe Stimme des Hünen wider.

„Nein, bringt sie zu mir“, ertönte eine andere tiefe Stimme, die mir einen Schauer über den Rücken jagde.

Ich spürte, wie ich weggeschleift wurde, während ich mich gegen meinen Peiniger wehrte. Ich zitterte sichtlich, als man mich vorwärtsstieß, und ich stolperte über meine eigenen Füße. Doch anstatt auf meinem Hintern zu landen, spürte ich starke Arme.

In dem Moment, als unsere Haut sich berührte, durchströmte mich eine prickelnde Hitze. Er zischte leise und drehte mich zu sich um, und da trafen sich unsere Blicke.

Als seine dunkelblauen Augen auf meine haselnussbraunen trafen, erstarrte er und hielt inne.

Meine Brust zog sich zusammen, und das einzige Geräusch, das ich hören konnte, war das Pochen meines Herzens in meinen Ohren. Für einen Augenblick kam er mir vertraut vor, als würde ich ihn von irgendwoher kennen … aber woher? Ich schüttelte den Kopf, das war unmöglich.

Dann schweiften meine Augen instinktiv über seinen perfekt geformten Körper.

Er trug ein weißes Tanktop, das sich an jeden Muskel seines Körpers schmiegte und nichts der Fantasie überließ, und dazu weite Jeans, genau wie meine.

Sein schulterlanges, tiefschwarzes Haar war nach hinten gebunden, während einige Strähnen entwischt waren und sein Gesicht umrahmten, was ihn sehr jung und extrem gut aussehend wirken ließ.

Ich konnte meinen Blick einfach nicht von seinem unnatürlich schönen Gesicht abwenden.

Ich spürte die Hitze, die in Wellen von ihm ausging, und irgendwie empfand ich in seiner einschüchternden Gegenwart ein Gefühl des Friedens.

Auch seine Augen wanderten über meinen Körper, was mich unsicher, aber gleichzeitig auch warm werden ließ.

Er trat einen Schritt auf mich zu und dann noch einen, als würde eine Kraft ihn zu mir ziehen.

Er kam so nah, dass ich instinktiv gegen seine massive Brust drückte und bei der Hitze, die von ihm ausstrahlte, erschauderte.

Irgendwo in der Menge hörte ich jemanden nach Luft schnappen, und bevor ich begreifen konnte, was geschah, umfasste er mein Gesicht mit seiner sehr großen Handfläche und zog mich noch näher an sich heran, während seine Augen mich immer noch durchbohrten.

Als seine Hände mein Gesicht umschlossen, schoss ein scharfer Lustblitz durch meinen Körper und sammelte sich in meinem Schoß. Ich keuchte leise auf, als die Empfindung mich durchfuhr.

Vielleicht bemerkte er es, denn seine leuchtend blauen Augen verdunkelten sich und sein Griff wurde fester.

Ihn in diesem Moment anzusehen, war wie ein Aphrodisiakum. Ich biss mir auf die Lippen, als ein weiterer Lustblitz meinen Rücken hinaufschoss.

Was hatte dieser Mann nur an sich, dass ich so sehr die Kontrolle verlor?

Er zupfte an meinen Lippen, eine Geste, mit der er mich davon abhalten wollte, sie zu beißen.

Ich ließ sie sofort los und versuchte, nach unten zu schauen, um all die Elektrizität, die durch meinen Körper strömte, nicht mehr zu spüren.

Unser Kokon wurde durchbrochen, als ich heftig gestoßen wurde. Die Bewegung ließ mich stolpern und mit dem Hintern voran zu Boden fallen.

Ich drehte mich in die Richtung des Stoßes und sah eine leibhaftige Barbie.

Sie war nicht nur groß, schlank und extrem schön, sie verstand auch etwas vom Anziehen.

Sie war groß, und ihr kurzes rotes Haar und ihre braunen Augen verliehen ihr eine geheimnisvolle Aura. Sie hatte Kurven an genau den richtigen Stellen und wirkte anmutig und selbstbewusst.

„Wie kannst du es wagen, den Alpha anzufassen?“, kreischte sie.

„Violet, leg keine Hand an sie“, knurrte der Mann vor mir und trat zwischen uns.

„Aber …“, stammelte sie.

„Niemand fasst sie an außer mir. Ich werde alle Fragen stellen.“ Seine Stimme war donnernd, als ob sie sich mit der eines wilden Tieres vermischte. Sein Körper schien an Volumen zuzunehmen und wurde haariger.

„Haben wir uns verstanden?“, fragte er die Barbie neben sich. Sie nickte und senkte leicht den Kopf, bevor sie einen Schritt zurücktrat.

Dann streckte er seine Hand aus, um mir auf die Beine zu helfen.

„Aus welchem Rudel kommst du?“, fragte er in einem sanfteren Ton.

Ich zog die Augenbrauen zusammen. „Das ist der einzige Park, den ich kenne, und ich schwöre, ich bin nur wegen des Essens hierhergekommen“, flehte ich und sah ihm direkt in die Augen, obwohl mein Innerstes schrie, ich solle vor ihm auf die Knie fallen und um Gnade für etwas betteln, von dem ich nichts wusste.

„Und du erwartest, dass ich diesen Mist glaube?“, donnerte er und kam wieder wie ein Raubtier auf mich zu.

„Hören Sie, es tut mir leid, wenn ich Ihre Hochzeitszeremonie oder was auch immer hier vor sich geht, gestört habe. Es war keine Absicht, und ich würde einfach gehen, wenn Sie so freundlich wären, Ihren Wachen zu sagen, dass sie mich rauslassen sollen“, flehte ich.

„Sie lügt“, beschuldigte mich die rothaarige Barbie, die mich vorhin angegriffen hatte. Inzwischen liefen mir Tränen über die Wangen.

Als er meine Tränen sah, ließ der muskulöse Mann mit dem Pferdeschwanz meinen Arm los, sodass ich zurücktaumelte.

„Lasst sie gehen“, donnerte er.

Mein Herz machte einen Sprung. Endlich würde ich diesen Ort verlassen können.

„Vielen, vielen Dank. Ich verspreche, ich habe nichts gesehen. Ich war heute nie in diesem Park und ich verspreche, Sie werden nie wieder etwas von mir sehen oder hören.“

„Verschwinde!“, donnerte er erneut mit seiner tiefen Stimme, und ich ergriff die Flucht, ohne mich umzusehen.

Als ich nach Hause kam, war die Sonne bereits untergegangen, und es begann dunkel zu werden.

Als ich den Hof betrat, wartete bereits der nächste Schrecken auf mich. Es fühlte sich an, als befände ich mich in einem Teufelskreis aus Pech und schlechten Omen.

Das Vierundzwanzig-Stunden-Ultimatum war noch nicht abgelaufen, aber der Vermieter hatte meine spärlichen Habseligkeiten bereits nach draußen geworfen und die Tür mit einem anderen Schlüssel abgeschlossen.

Ich spürte, wie meine Beine nachgaben, als ich neben meinem zerfledderten Gepäck auf dem Boden kniete, mein Gesicht in den Händen vergrub und weinte, bis ich erschöpft und hungrig war.

Ich weiß nicht, wie lange ich dort saß, bevor ich einnickte.

Das Nächste, was ich wahrnahm, war eine drohende Präsenz hinter mir und ein vertrauter Geruch … aber diesmal war es kein Traum.

Bevor ich um Hilfe schreien konnte, spürte ich, wie ein mit einer starken Substanz getränktes Tuch von einer Hand von hinten auf meine Nase gedrückt wurde.

Es löste meine Allergie aus und ich musste unkontrolliert niesen. Ich versuchte zu schreien, aber kein Laut kam aus mir heraus.

Schwester Charity hatte gesagt, ich würde außerhalb der Mauern des Waisenhauses nicht überleben. Sie hatte gesagt, das Waisenhaus zu verlassen, sei ein Fehler gewesen. Vielleicht hatte sie recht, vielleicht war es mein Schicksal, auf diese Weise vergessen zu werden. Ich hatte es zugelassen. Das war mein Schicksal. Ich wollte nicht, dass dies mein Schicksal war. Ich wollte nicht, dass sie recht behielt.

Das war mein letzter Gedanke, als die Dunkelheit mich in einer dichten, festen Umarmung einhüllte.

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